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Ende des Universums

Ende des Universums

Entscheiden Sie sich!

Wir wissen viel über den Anfang das Universums. Aber wie wird es wohl enden? Dazu gibt es verschiedene wissenschaftliche Hypothesen, die auf Beobachtungen von weit entfernten Galaxien, Berechnungen und Wahrscheinlichkeiten beruhen. Es könnte in sich zusammenfallen, stetig weiter wachsen oder sich immer schneller ausdehnen, bis es zerreißt. Welches Szenario halten Sie für wahrscheinlich? (Und Sie müssen sich keine Sorgen machen – wie auch immer das Universum endet, dieses Ende ist noch lange nicht in Sicht!)

Szenario 1: Big Crunch

Die Entwicklung des Universums kehrt sich um: Nachdem das Universum eine maximale Ausdehnung erreicht hat, zieht es sich wieder auf einen Punkt zusammen. Es wird zu einem Schwarzen Loch. Während dieses Kollapses heizt sich das Universum beständig auf.

Rote Linien auf schwarzem Hintergrund laufen erst auseinander und danach wieder zusammen zu einem Punkt, der mit einem Stern gekennzeichnet ist.
Kriemhild Repp, NHM Wien

Szenario 2: Big Rip

Die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums nimmt immer mehr zu und wird schließlich beliebig hoch. Nach langer, aber endlicher Zeit – am „Cosmic Doomsday” – überwindet die Ausdehnung sämtliche bindenden Kräfte und zerreißt alles – von den Galaxienhaufen bis zu den Atomen.

Gerade weiße Linien auf schwarzem Hintergrund gehen von einem Punkt aus und laufen gleichmäßig auseinander.
Kriemhild Repp, NHM Wien

Szenario 3: Big Freeze

Die Ausdehnung des Universums setzt sich für alle Zeiten fort. Das Universum wird zunehmend kühler und dunkler, und die Materie sammelt sich in Schwarzen Löchern. Die Temperatur nähert sich dem absoluten Nullpunkt.

Gekrümmte gelbe Linien auf schwarzem Hintergrund beginnen an einem Punkt und laufen trichterförmig auseinander.
Kriemhild Repp, NHM Wien

Das mögliche Ende

Aufgrund der präzisen Vermessung der Energiedichte im Universum und aufgrund der Eigenschaften der Dunklen Energie geht man heute davon aus, dass das Universum zunehmend kühler und dunkler wird – das sogenannte „Big Freeze“-Szenario gilt als am wahrscheinlichsten.

Das Ende unseres Universums - einfach erklärt

Tanja Hehmann

Beendigungsanfänge (2022)

In ihrer Installation Beendigungsanfänge begegnet Tanja Hehmann der Frage nach dem Ende des Universums zum Abschluss der Ausstellung mit einem multiperspektivischen Blick auf die ewigen Kreisläufe, die sich zwischen Werden und Vergehen, Geburt und Tod entfalten. Kosmische Untergangsszenarien sind für die Künstlerin Anlass, über die Urgründe des Lebens, die eigene Sterblichkeit und unsere Einbindung als Menschen ins große Gefüge der Welt und des Alls nachzudenken. Bestehend aus stoffbespannten Aluminiumrahmen aus dem Siebdruck, ist ihr Environment der Kapelle im Seitenschiff einer Kirche nachempfunden. Als meditatives Refugium angelegt, setzt es den High-Tech-Methoden der wissenschaftlichen Forschung sinnlich-organische Gestaltgebungen entgegen: eine poetische visuelle Landschaft halbtransparenter bis opaker, ruhiger bis wilder Bilder, die figurative und geometrisch-abstrakte Motive, vorgefundene Muster, Zeichnung und gestische Malerei verbinden. Im Zusammenspiel der verschiedenen Elemente eröffnet die Künstlerin Assoziationsräume, die zur Reflexion über das Unfassbare durch ein Eintauchen ins Hier und Jetzt einladen.

Das Foto aus der Ausstellung zeigt abstrakte Bilder in Metallrahmen, die in einer Art Halbrund vor dem Betrachter an Fäden von der Decke hängen. In der Mitte zwischen den Bildern liegen drei dunkelbraune Sitzsäcke auf dem Boden. Die Farben der Bilder und deren räumliche Anordnung vermitteln den Eindruck von Buntglasfenstern einer Kirche.
Fotograf: Helge Mundt, Copyright: Tanja Hehmann/ VG Bild, 2022
Tanja Hehmann: Beendigungsanfänge, 2022. Installation.
Das Foto zeigt eine Nahaufnahme eines der abstrakten Bilder. Zu sehen ist eine runde, von rechts nach links lang gezogene Form in Rottönen, gelb, lila und schwarz.
Fotograf: Helge Mundt, Copyright: Tanja Hehmann/ VG Bild, 2022
Tanja Hehmann: Beendigungsanfänge, 2022. Installation.